[prinzessin-valium]
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da bin ich wieder.
so schnell sind sechs wochen vorbei.
die ersten paar tage war ich mir sicher, dass ich diese zeit nicht überstehen werde.
viel zu wenig zu tun und viel zu viel raum für meinen viel zu lauten kopf.
ich war so im funktionieren gefangen, dass ich mir nicht mal mehr sicher war, weshalb ich in die klinik gekommen bin.
ich bin ja stark, das belastet mich alles kein bisschen.
ist klar...
ich wusste, ich kann nicht mehr schlafen. ich bin dünnhäutig. es ist alles zu viel. viel zu viel.
anfangs konnte ich mich kaum auf die therapien einlassen.
was für ein esoterischer schwachsinn.
"spüren sie ihre füße auf dem grund, fühlen sie den halt"
ich habe überhaupt nichts gefühlt.
gefühlskalt. körperlos.
eine reine schutzfunktion.
bis irgendwann die dämme brachen.
es ist sehr unschön sich eingestehen zu müssen, dass man selbst das größte problem ist.
dieser unbändige selbsthass, von dem ich dachte, er hätte sich im laufe der jahre einfach verflüchtigt, weil "ist ja alles ok" ist noch immer in mir.
spricht mit mir.
treibt mich an den rand des wahnsinns.
ich will geliebt werden. um jeden preis.
ich mache alles für dich, aber lass mich nicht alleine. denke nicht schlecht von mir. lieb mich doch bitte endlich.
ich habe mich verbogen, mich selbst belogen, um so zu sein, wie mich andere haben wollten.
und bin daran fast zerbrochen.
irgendwann hat mein kleiner innerer kern rebelliert und alles um mich herum ist zusammengebrochen.
und anstatt zu merken, dass ich im chaos ebenfalls zerbreche und mich um mich kümmern muss, habe ich einfach weiter gemacht.
ja keine schwäche zeigen, das wollen die anderen nicht.
wenn du funktionierst und alles ok ist, dann wirst du auch geliebt.
alle mögen dich. happy lisa.
und obwohl ich alles recht gemacht habe und mich alle so sehr geliebt haben, tobt in mir drin ein unbändiger hass, der all die so wichtigen positiven rückmeldungen zerstört.
du bist nicht gut genug.
ich weiß mittlerweile, dass ich meinem inneren kritiker keinen glauben schenken darf.
er lügt.
aber wissen und auch daran zu glauben sind leider zwei ganz verschiedene geschichten.
ich versuche jetzt stück für stück das große lisa puzzle zusammenzusetzen und mich dabei endlich ein bisschen kennenzulernen.

es ist ok wenn du fällst, auch wenn alles zerbricht geht es weiter für dich


listen to: hey ~ andreas bourani
15.8.17 21:10
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(15.8.17 21:25)
Ich mag deine Einstellung zum Leben. Meist sind Menschen, die über solche Dinge, wie du nachdenken, sehr liebenswert. Ich denke, dass dein innerer Kritiker lügt. Versuche weiter heraus zu finden, wer du bist. Ich hoffe es gelingt dir


Maccabros (16.8.17 11:01)
sei Du selber und erkenne was DU kannst und wie stark DU eigentlich bist und sehe Deinen Wert, der höher ist als bei vielen und gib dem Hass keine Chance...

da ist IMMER Hoffnung und Du bist NICHT alleine...


GLG

Maccabros

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