[prinzessin-valium]
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liebe ist mehr als nur ein wort

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mein kopf ist gerade ein sehr unschöner ort, um darin zu verweilen.
ich spüre, wie ich mich in meinen wirren gedanken, meinem inneren chaos verstricke.
wie ich mich immer tiefer im labyrinth verirre.
und dennoch finde ich keinen ausweg.
in meiner persönlichen hölle gibt es keinen roten faden, keinen gelben steinweg, dem ich folgen kann.
ich möchte nicht schon wieder an meinen gedanken, meinen träumen, hoffnungen und vorstellungen, meinen eigenen wünschen zerbrechen.
die grenzen zwischen realität und wunschdenken sind fließend.
waren sie bei mir schon immer.
was will ich wirklich?
möchte ich zeit mit menschen verbringen, die mir nicht gut tun, nur weil ich mir so sehr wünsche, dass es anders wäre?
in einem anderen leben...
es gibt dinge, die kann ich nicht retten, auch wenn ich mich noch so sehr anstrenge und innerlich zerreiße.
diese erkenntnis ist so schmerzhaft.
und auch wenn ich weiß, dass ich dinge, die ich nicht ändern kann, akzeptieren muss, um meinen frieden damit finden zu können, heißt das noch lange nicht, dass ich es auch in mir spüren kann.
ich möchte mir gerne selbst endlich etwas wert sein.
so viel mehr wert als menschen, die es nicht verdient haben, dass ich sie über mich selbst stelle.
und doch lande ich immer wieder und wieder beim gleichen punkt:
lieb mich doch. auch wenn ich daran zerbreche. aber bitte liebe mich.

//ich liebte dich so sehr, ich hätte so nicht lieben dürfen
weil die liebe vieles, nur nicht dich zurück zu bringen vermag...


listen to: ich sehe die sterne bei tag ~ samsas traum
10.10.17 18:40


es fällt mir unendlich schwer, mich von meinen träumen zu verabschieden.
wenn man jedoch feststellen muss, dass manche träume nie mehr waren und nie mehr sein werden als träume, was bleibt einem dann noch anderes?
es tut weh, viel zu sehr.
ich habe mir so vieles im leben anders vorgestellt. erhofft. gewünscht.
was natürlich nicht heißen soll, dass mein leben so wie es gerade ist, schlecht ist.
das ist es auf keinen fall.
aber dieses kleine, fiese was wäre wenn geistert immer wieder durch meinen kopf.
und dennoch, auch wenn es noch so sehr schmerzt, muss ich der realität entgegenstehen:
nur weil einem selbst ein mensch so unendlich wichtig ist, wichtiger als man sich selbst, heißt das nicht im umkehrschluss, dass man diesem menschen ebenso wichtig ist.
auch wenn man es sich noch so sehr wünscht.

du sagst es hat keinen sinn, wenn wir zwei etwas beginnen, zu spät, denn ich steck mittendrin


listen to: niemals ~ farin urlaub
18.9.17 18:03


ich habe schon sehr lange nicht mehr so viele komplimente bekommen wie die letzte zeit.
das tut so unendlich gut.
es pusht mein selbstvertrauen.
und je sicherer ich mir mit mir selbst werde, umso mehr strahle ich diese sicherheit auch aus.
ja, ich weiß, dass ich keine bestätigung von außen brauchen sollte, um mich mit mir selbst wohl zu fühlen.
aber hey, der weg zum glücklich-sein ist noch lang und steinig...
und dennoch scheine ich aufpassen zu müssen.
ich habe abgenommen.
sehr viel abgenommen.
aktuell sind es 22 kg, die mich von meinem absoluten höchstgewicht trennen.
wenn ich alte fotos von mir sehe, erschrecke ich mich.
damals habe ich es verdrängt, wie furchtbar dick ich geworden bin.
das war ein schlechter scherz.
das ehemals anorektische mädchen gefangen in einem fetten körper.
mittlerweile bin ich durchschnittlich normal.
und doch sehe ich durch meine augen nur dicke schenkel, breite oberarme, keine taille.
ich stehe morgens auf der waage und freue mich über jedes kg, das schwindet.
und dann passieren momente wie heute.
wir hatten unsere kommunikationstrainerin im haus, die mich schon ein, zwei jahre nicht mehr gesehen hat.
wir haben uns unterhalten.
über ihr leben.
über mein leben.
irgendwann sah sie mich an und meinte, dass ich beträchtlich abgenommen hätte.
ich bejahte.
stolz.
sie antwortete, dass ich sehr gut aussähe.
sie würde mir allerdings gerne einen freundschaftlichen rat geben:
"bitte verlieren sie nicht den spaß am essen. essen ist genuss. genießen sie. und nehmen sie bitte nicht weiter ab."
und nun grüble ich über selbst- und fremdbild und finde keine rechte antwort.

I remember I was told there's a new love that's born for each one that has died


listen to: scene six: home ~ dream theater
6.9.17 18:01


an tagen wie heute, an denen einfach gefühlt alles schief geht, fällt es mir sehr schwer an meiner neu entdeckten gelassenheit festzuhalten.
ich spüre den selbst verursachten stress wie schwarzen teer meine beine hochkriechen.
es macht mich langsam, schwerfällig.
es zieht mich nach unten.
ich spüre, wie gereizt ich bin, wie ich unfair werde.
garstig und griesgrämig.
grumpy lisa.
und dennoch möchte ich den kacktag heute nicht gewinnen lassen.
ich habe auf anregung einer der therapeutinnen in der klinik angefangen, ein positive-gedanken-tagebuch zu schreiben.
ja, was für ein mist.
dachte ich auch.
aber es heißt, man kann lernen, sein eigenes denken vom festhalten an den negativen dingen zum positiven hin umzupolen.
alles reine übungssache.
da ich es über jahre perfektioniert habe, immer einen haken an allem zu finden, übe ich jetzt brav das gegenteil.
ich nehme mir jeden abend im bett ein paar minuten, um den vergangenen tag revue passieren zu lassen und drei, vier positive dinge zu notieren.
klingt irgendwie einfach. ist tatsächlich so viel schwerer als gedacht.

heute haben wir:
- sonnenschein und warmes wetter nach einigen kalten tagen
- heute morgen hat die waage ein kilo weniger angezeigt
- darauf gab es in der mittagspause erstmal ein eis
- ich habe mir einen neuen taschenkalender für nächstes jahr und ein neues buch gekauft. einfach so. weil ich es kann.

ich bin so ekelhaft positiv, ich gehe mir manchmal sogar selbst damit auf die nerven.
natürlich nur positiv...

hold on, hold onto the minute and sing it, and live it - it's always there


listen to: permanating ~ steven wilson
5.9.17 18:24


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