[prinzessin-valium]
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liebe ist mehr als nur ein wort

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ich habe schon sehr lange nicht mehr so viele komplimente bekommen wie die letzte zeit.
das tut so unendlich gut.
es pusht mein selbstvertrauen.
und je sicherer ich mir mit mir selbst werde, umso mehr strahle ich diese sicherheit auch aus.
ja, ich weiß, dass ich keine bestätigung von außen brauchen sollte, um mich mit mir selbst wohl zu fühlen.
aber hey, der weg zum glücklich-sein ist noch lang und steinig...
und dennoch scheine ich aufpassen zu müssen.
ich habe abgenommen.
sehr viel abgenommen.
aktuell sind es 22 kg, die mich von meinem absoluten höchstgewicht trennen.
wenn ich alte fotos von mir sehe, erschrecke ich mich.
damals habe ich es verdrängt, wie furchtbar dick ich geworden bin.
das war ein schlechter scherz.
das ehemals anorektische mädchen gefangen in einem fetten körper.
mittlerweile bin ich durchschnittlich normal.
und doch sehe ich durch meine augen nur dicke schenkel, breite oberarme, keine taille.
ich stehe morgens auf der waage und freue mich über jedes kg, das schwindet.
und dann passieren momente wie heute.
wir hatten unsere kommunikationstrainerin im haus, die mich schon ein, zwei jahre nicht mehr gesehen hat.
wir haben uns unterhalten.
über ihr leben.
über mein leben.
irgendwann sah sie mich an und meinte, dass ich beträchtlich abgenommen hätte.
ich bejahte.
stolz.
sie antwortete, dass ich sehr gut aussähe.
sie würde mir allerdings gerne einen freundschaftlichen rat geben:
"bitte verlieren sie nicht den spaß am essen. essen ist genuss. genießen sie. und nehmen sie bitte nicht weiter ab."
und nun grüble ich über selbst- und fremdbild und finde keine rechte antwort.

I remember I was told there's a new love that's born for each one that has died


listen to: scene six: home ~ dream theater
6.9.17 18:01


an tagen wie heute, an denen einfach gefühlt alles schief geht, fällt es mir sehr schwer an meiner neu entdeckten gelassenheit festzuhalten.
ich spüre den selbst verursachten stress wie schwarzen teer meine beine hochkriechen.
es macht mich langsam, schwerfällig.
es zieht mich nach unten.
ich spüre, wie gereizt ich bin, wie ich unfair werde.
garstig und griesgrämig.
grumpy lisa.
und dennoch möchte ich den kacktag heute nicht gewinnen lassen.
ich habe auf anregung einer der therapeutinnen in der klinik angefangen, ein positive-gedanken-tagebuch zu schreiben.
ja, was für ein mist.
dachte ich auch.
aber es heißt, man kann lernen, sein eigenes denken vom festhalten an den negativen dingen zum positiven hin umzupolen.
alles reine übungssache.
da ich es über jahre perfektioniert habe, immer einen haken an allem zu finden, übe ich jetzt brav das gegenteil.
ich nehme mir jeden abend im bett ein paar minuten, um den vergangenen tag revue passieren zu lassen und drei, vier positive dinge zu notieren.
klingt irgendwie einfach. ist tatsächlich so viel schwerer als gedacht.

heute haben wir:
- sonnenschein und warmes wetter nach einigen kalten tagen
- heute morgen hat die waage ein kilo weniger angezeigt
- darauf gab es in der mittagspause erstmal ein eis
- ich habe mir einen neuen taschenkalender für nächstes jahr und ein neues buch gekauft. einfach so. weil ich es kann.

ich bin so ekelhaft positiv, ich gehe mir manchmal sogar selbst damit auf die nerven.
natürlich nur positiv...

hold on, hold onto the minute and sing it, and live it - it's always there


listen to: permanating ~ steven wilson
5.9.17 18:24


leben ist so viel einfacher geworden.
ich übe mich jeden tag in mehr gelassenheit, mehr positiven gedanken, mehr zeit.
ich versuche darauf zu achten, was mir in diesem moment gut tut.
ich arbeite deutlich weniger.
meine arbeit macht mir immer noch sehr viel spaß - dennoch war sie viel zu lange eine flucht vor mir selbst.
in mir ist noch immer ein tanzendes chaos, aber ab und an blitzen sterne durch.
ich habe festgestellt, dass es dringend notwendig ist, mich mit mir selbst auseinander zu setzen.
aber ich muss mich nicht selbst komplett umkrempeln - keine lisa 2.0.
und was fast noch wichtiger ist und vieles so viel einfacher macht: ich muss diesen weg nicht alleine gehen.
es ist ok wenn ich stolpere.
es ist ok nicht stark zu sein, hilfe anzunehmen.
es gibt da draußen menschen, denen ich unglaublich wichtig bin.
und zwar genau so, wie ich bin.
ich denke es ist noch eine lange, aufregende reise auf verschlungenen pfaden.
es wird weh tun, ganz sicherlich.
aber im moment kann ich tatsächlich nach vorne sehen.

[halt neuer plan dann, im blick nach vorn steckt linderung]


listen to: sowieso ~ mark forster
4.9.17 19:17


da bin ich wieder.
so schnell sind sechs wochen vorbei.
die ersten paar tage war ich mir sicher, dass ich diese zeit nicht überstehen werde.
viel zu wenig zu tun und viel zu viel raum für meinen viel zu lauten kopf.
ich war so im funktionieren gefangen, dass ich mir nicht mal mehr sicher war, weshalb ich in die klinik gekommen bin.
ich bin ja stark, das belastet mich alles kein bisschen.
ist klar...
ich wusste, ich kann nicht mehr schlafen. ich bin dünnhäutig. es ist alles zu viel. viel zu viel.
anfangs konnte ich mich kaum auf die therapien einlassen.
was für ein esoterischer schwachsinn.
"spüren sie ihre füße auf dem grund, fühlen sie den halt"
ich habe überhaupt nichts gefühlt.
gefühlskalt. körperlos.
eine reine schutzfunktion.
bis irgendwann die dämme brachen.
es ist sehr unschön sich eingestehen zu müssen, dass man selbst das größte problem ist.
dieser unbändige selbsthass, von dem ich dachte, er hätte sich im laufe der jahre einfach verflüchtigt, weil "ist ja alles ok" ist noch immer in mir.
spricht mit mir.
treibt mich an den rand des wahnsinns.
ich will geliebt werden. um jeden preis.
ich mache alles für dich, aber lass mich nicht alleine. denke nicht schlecht von mir. lieb mich doch bitte endlich.
ich habe mich verbogen, mich selbst belogen, um so zu sein, wie mich andere haben wollten.
und bin daran fast zerbrochen.
irgendwann hat mein kleiner innerer kern rebelliert und alles um mich herum ist zusammengebrochen.
und anstatt zu merken, dass ich im chaos ebenfalls zerbreche und mich um mich kümmern muss, habe ich einfach weiter gemacht.
ja keine schwäche zeigen, das wollen die anderen nicht.
wenn du funktionierst und alles ok ist, dann wirst du auch geliebt.
alle mögen dich. happy lisa.
und obwohl ich alles recht gemacht habe und mich alle so sehr geliebt haben, tobt in mir drin ein unbändiger hass, der all die so wichtigen positiven rückmeldungen zerstört.
du bist nicht gut genug.
ich weiß mittlerweile, dass ich meinem inneren kritiker keinen glauben schenken darf.
er lügt.
aber wissen und auch daran zu glauben sind leider zwei ganz verschiedene geschichten.
ich versuche jetzt stück für stück das große lisa puzzle zusammenzusetzen und mich dabei endlich ein bisschen kennenzulernen.

es ist ok wenn du fällst, auch wenn alles zerbricht geht es weiter für dich


listen to: hey ~ andreas bourani
15.8.17 21:10


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