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rückfall
26.2.18 22:20


ich hoffe es ist noch nicht zu spät für ein kleines resümee des vergangenen jahres.
2017 war ein sehr anstrengendes jahr.
ein jahr der veränderungen. des aufbruchs.
es hat sich so vieles verändert.
innerlich.
äußerlich.
ich habe mich immer weiter von der person entfernt, die, so dachte ich einmal, meine zukunft ist. mein zuhause.
das hat sehr weh getan.
ich habe mein herz verschenkt an einen menschen, von dem ich dachte, er könne mich wertschätzen.
mich lieben. ebenso sehr, wie ich liebe.
das war jedoch leider nur in meiner vorstellung der fall.
auch das hat sehr weh getan.
ich habe meine vergangenen zukunftsvorstellungen begraben, bin gegangen.
habe meinen ehemann verlassen.
das haus zurückgelassen, in dem ich groß geworden bin.
und in dem nun er lebt mit seiner neuen freundin. in meinen erinnerungen.
auch das hat sehr weh getan. tut es noch immer.
doch ich werde kämpfen.
ich war kurz davor, aufzugeben.
ich stand vor einem scherbenhaufen, zu dem mein leben geworden war.
mit 28 zurück bei den eltern.
schlafen im alten jugendbett, 90 cm breit.
aber ich war nicht alleine.
meine familie kämpft mit mir.
ich bin gefallen. und ich wurde aufgefangen, so oft schon.
anfangs waren es kleine schritte.
dann kam im sommer mein rehaaufenthalt.
5 wochen lang auszeit im schwarzwald.
ich hatte sehr viel zeit mit mir alleine. zeit zum denken. zum zweifeln. selbsthass. selbstverletzung. die altbekannten probleme.
ich habe wieder schlafen gelernt.
und manchmal stimmt es tatsächlich: die zeit heilt alle wunden.
vielleicht gewöhnt man sich nur an den schmerz, das mag auch sein.
ich bin froh, dass ich immer weiter gegangen bin.
dass ich für mich selbst eingestanden bin, auch wenn es so unendlich weh getan hat.
ich denke ich habe vielen menschen unrecht getan, das war nicht schön.
so verletzt wie ich war, habe ich öfters blind um mich geschlagen, als ich das wollte.
und doch zeigt sich in genau diesen momenten, wer da ist. und wer bleibt.
und dass manche menschen selbst so tief in sich gefangen sind, dass sie einfach nicht in der lage sind, gefühle zulassen zu können.
und so tief ich auch verletzt bin. so kaputt. das habe ich mir bewahrt.
mag sein, dass mich mein großes herz immer wieder in die knie zwingen wird, aber scheiße nochmal, das gefühl zu lieben und geliebt zu werden ist das alle mal wert.
ich glaube an wunder. noch immer.
und manchmal geschieht ein wunder. unter einem himmel voller funken.

but the sound of your voice puts the pain in reverse


listen to: battle symphony ~ linkin park
9.1.18 18:53


wie schnell und einfach doch das bisschen therapieerfolg schwindet.
ich übe mich noch immer brav darin, jedem tag etwas positives abzugewinnen.
das war schon immer schwierig.
und mit jedem tag wird es schwieriger.
mein leben scheint sich des öfteren einfach nur zu denken "well, fuck you" und dann trifft es wieder hart.
es schwankt wieder.
ich spüre, wie sich die depression zurück in mein leben schleicht.
und ich fühle mich so verdammt hilflos.
ich soll darüber reden.
ja.
wenn ich nur nicht stumm wäre.
innerlich schreit es.
doch es kommt kein einziges wort über meine lippen.
und die lächelnde maske sitzt perfekt.
äußerlich bin ich so entspannt, so locker, so gut gelaunt.
hauptsache der äußere schein wird gewahrt.
so viel zum wirklich klugen gedanken, dass ich nicht immer stark sein muss...

wir haben viel gesehen und noch viel mehr gefühlt
uns mit händen und mit füßen durch die erde der vergangenheit gewühlt
wir haben nicht begriffen und auch nicht verstanden
dass die geister, die wir riefen einen neuen körper fanden
in dem sie sich niederließen, den sie wie ein bild verzerrten
während wir uns wie die narren aus dem schneckenhaus aussperrten
wir sind an uns selbst gescheitert an dämonen, die erschienen
trotzdem spendet dieses opfer mehr trost als wir je verdienen


listen to: a.usgesperrt ~ samsas traum
12.10.17 18:30


mein kopf ist gerade ein sehr unschöner ort, um darin zu verweilen.
ich spüre, wie ich mich in meinen wirren gedanken, meinem inneren chaos verstricke.
wie ich mich immer tiefer im labyrinth verirre.
und dennoch finde ich keinen ausweg.
in meiner persönlichen hölle gibt es keinen roten faden, keinen gelben steinweg, dem ich folgen kann.
ich möchte nicht schon wieder an meinen gedanken, meinen träumen, hoffnungen und vorstellungen, meinen eigenen wünschen zerbrechen.
die grenzen zwischen realität und wunschdenken sind fließend.
waren sie bei mir schon immer.
was will ich wirklich?
möchte ich zeit mit menschen verbringen, die mir nicht gut tun, nur weil ich mir so sehr wünsche, dass es anders wäre?
in einem anderen leben...
es gibt dinge, die kann ich nicht retten, auch wenn ich mich noch so sehr anstrenge und innerlich zerreiße.
diese erkenntnis ist so schmerzhaft.
und auch wenn ich weiß, dass ich dinge, die ich nicht ändern kann, akzeptieren muss, um meinen frieden damit finden zu können, heißt das noch lange nicht, dass ich es auch in mir spüren kann.
ich möchte mir gerne selbst endlich etwas wert sein.
so viel mehr wert als menschen, die es nicht verdient haben, dass ich sie über mich selbst stelle.
und doch lande ich immer wieder und wieder beim gleichen punkt:
lieb mich doch. auch wenn ich daran zerbreche. aber bitte liebe mich.

//ich liebte dich so sehr, ich hätte so nicht lieben dürfen
weil die liebe vieles, nur nicht dich zurück zu bringen vermag...


listen to: ich sehe die sterne bei tag ~ samsas traum
10.10.17 18:40


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