[prinzessin-valium]
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liebe ist mehr als nur ein wort

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wie schnell und einfach doch das bisschen therapieerfolg schwindet.
ich übe mich noch immer brav darin, jedem tag etwas positives abzugewinnen.
das war schon immer schwierig.
und mit jedem tag wird es schwieriger.
mein leben scheint sich des öfteren einfach nur zu denken "well, fuck you" und dann trifft es wieder hart.
es schwankt wieder.
ich spüre, wie sich die depression zurück in mein leben schleicht.
und ich fühle mich so verdammt hilflos.
ich soll darüber reden.
ja.
wenn ich nur nicht stumm wäre.
innerlich schreit es.
doch es kommt kein einziges wort über meine lippen.
und die lächelnde maske sitzt perfekt.
äußerlich bin ich so entspannt, so locker, so gut gelaunt.
hauptsache der äußere schein wird gewahrt.
so viel zum wirklich klugen gedanken, dass ich nicht immer stark sein muss...

wir haben viel gesehen und noch viel mehr gefühlt
uns mit händen und mit füßen durch die erde der vergangenheit gewühlt
wir haben nicht begriffen und auch nicht verstanden
dass die geister, die wir riefen einen neuen körper fanden
in dem sie sich niederließen, den sie wie ein bild verzerrten
während wir uns wie die narren aus dem schneckenhaus aussperrten
wir sind an uns selbst gescheitert an dämonen, die erschienen
trotzdem spendet dieses opfer mehr trost als wir je verdienen


listen to: a.usgesperrt ~ samsas traum
12.10.17 18:30


mein kopf ist gerade ein sehr unschöner ort, um darin zu verweilen.
ich spüre, wie ich mich in meinen wirren gedanken, meinem inneren chaos verstricke.
wie ich mich immer tiefer im labyrinth verirre.
und dennoch finde ich keinen ausweg.
in meiner persönlichen hölle gibt es keinen roten faden, keinen gelben steinweg, dem ich folgen kann.
ich möchte nicht schon wieder an meinen gedanken, meinen träumen, hoffnungen und vorstellungen, meinen eigenen wünschen zerbrechen.
die grenzen zwischen realität und wunschdenken sind fließend.
waren sie bei mir schon immer.
was will ich wirklich?
möchte ich zeit mit menschen verbringen, die mir nicht gut tun, nur weil ich mir so sehr wünsche, dass es anders wäre?
in einem anderen leben...
es gibt dinge, die kann ich nicht retten, auch wenn ich mich noch so sehr anstrenge und innerlich zerreiße.
diese erkenntnis ist so schmerzhaft.
und auch wenn ich weiß, dass ich dinge, die ich nicht ändern kann, akzeptieren muss, um meinen frieden damit finden zu können, heißt das noch lange nicht, dass ich es auch in mir spüren kann.
ich möchte mir gerne selbst endlich etwas wert sein.
so viel mehr wert als menschen, die es nicht verdient haben, dass ich sie über mich selbst stelle.
und doch lande ich immer wieder und wieder beim gleichen punkt:
lieb mich doch. auch wenn ich daran zerbreche. aber bitte liebe mich.

//ich liebte dich so sehr, ich hätte so nicht lieben dürfen
weil die liebe vieles, nur nicht dich zurück zu bringen vermag...


listen to: ich sehe die sterne bei tag ~ samsas traum
10.10.17 18:40


es fällt mir unendlich schwer, mich von meinen träumen zu verabschieden.
wenn man jedoch feststellen muss, dass manche träume nie mehr waren und nie mehr sein werden als träume, was bleibt einem dann noch anderes?
es tut weh, viel zu sehr.
ich habe mir so vieles im leben anders vorgestellt. erhofft. gewünscht.
was natürlich nicht heißen soll, dass mein leben so wie es gerade ist, schlecht ist.
das ist es auf keinen fall.
aber dieses kleine, fiese was wäre wenn geistert immer wieder durch meinen kopf.
und dennoch, auch wenn es noch so sehr schmerzt, muss ich der realität entgegenstehen:
nur weil einem selbst ein mensch so unendlich wichtig ist, wichtiger als man sich selbst, heißt das nicht im umkehrschluss, dass man diesem menschen ebenso wichtig ist.
auch wenn man es sich noch so sehr wünscht.

du sagst es hat keinen sinn, wenn wir zwei etwas beginnen, zu spät, denn ich steck mittendrin


listen to: niemals ~ farin urlaub
18.9.17 18:03


ich habe schon sehr lange nicht mehr so viele komplimente bekommen wie die letzte zeit.
das tut so unendlich gut.
es pusht mein selbstvertrauen.
und je sicherer ich mir mit mir selbst werde, umso mehr strahle ich diese sicherheit auch aus.
ja, ich weiß, dass ich keine bestätigung von außen brauchen sollte, um mich mit mir selbst wohl zu fühlen.
aber hey, der weg zum glücklich-sein ist noch lang und steinig...
und dennoch scheine ich aufpassen zu müssen.
ich habe abgenommen.
sehr viel abgenommen.
aktuell sind es 22 kg, die mich von meinem absoluten höchstgewicht trennen.
wenn ich alte fotos von mir sehe, erschrecke ich mich.
damals habe ich es verdrängt, wie furchtbar dick ich geworden bin.
das war ein schlechter scherz.
das ehemals anorektische mädchen gefangen in einem fetten körper.
mittlerweile bin ich durchschnittlich normal.
und doch sehe ich durch meine augen nur dicke schenkel, breite oberarme, keine taille.
ich stehe morgens auf der waage und freue mich über jedes kg, das schwindet.
und dann passieren momente wie heute.
wir hatten unsere kommunikationstrainerin im haus, die mich schon ein, zwei jahre nicht mehr gesehen hat.
wir haben uns unterhalten.
über ihr leben.
über mein leben.
irgendwann sah sie mich an und meinte, dass ich beträchtlich abgenommen hätte.
ich bejahte.
stolz.
sie antwortete, dass ich sehr gut aussähe.
sie würde mir allerdings gerne einen freundschaftlichen rat geben:
"bitte verlieren sie nicht den spaß am essen. essen ist genuss. genießen sie. und nehmen sie bitte nicht weiter ab."
und nun grüble ich über selbst- und fremdbild und finde keine rechte antwort.

I remember I was told there's a new love that's born for each one that has died


listen to: scene six: home ~ dream theater
6.9.17 18:01


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